Wälder im Klimawandel

Der Wald bedeckt fast die Hälfte von Österreich. Ungefähr zwei Drittel unserer Landesfläche werden von den Alpen eingenommen.

Wald

Schutz vor Naturgefahren
Etwa 30 % des österreichischen Waldes ist sogenannter Schutzwald. Er schützt Gebäude, Häuser, Siedlungen und Fabriken, aber auch Infrastruktur wie Straßen oder Bahnlinien. Er schützt Menschen und ihre Güter vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Muren und auch Hochwasser. Erst unsere Schutzwälder ermöglichten im Bergland Österreich eine dauerhafte Besiedelung.

Naturgefahren bedrohen den Wald
Ein Schutzwald schützt vor Naturgefahren, doch er selbst wird von ihnen bedroht. Sturm, Lawinen, Trockenheit, Schädlinge und der Klimawandel setzen unseren Wäldern stark zu. Durch diese Gefahren kann die Schutzfunktion der Wälder vermindert werden oder ganz verloren gehen.

Bäume unter Stress
Der Klimawandel macht den Gewächsen unserer Bergwälder mächtig zu schaffen. Heißere, von Dürre geprägte Frühlinge und Sommer bringen für den Wald vernichtende Gefahren. Wenn die Bäume unter Wassermangel und Hitze leiden, stehen sie stark unter Stress. Genauso wie Menschen, reagieren auch sie mit einem geschwächten Immunsystem. Sind die Bäume erst einmal geschwächt, kämpfen sie um‘s Überleben, ihre Abwehrkräfte schwinden, sie sind anfällig gegenüber forstlichen Krankheiten, Pilzbefall und Schädlingen. Weiters verdorrt die gesamte Bodenvegetation des Waldes, und die Gefahr von Waldbränden steigt enorm.

Wald der Zukunft

Wald

Für einige Baumarten, die derzeit unsere Wälder bilden, wird der Klimawandel zu heiße Temperaturen für ein Überleben bringen. Andere können sich vielleicht anpassen. Möglicherweise werden sie in Zukunft nur mehr in anderen, höheren Vegetationszonen vorkommen. Die Waldgrenze in den Alpen wird jedenfalls im nächsten Jahrhundert nach oben wandern. Wahrscheinlich so weit, wie der Boden das zulässt. Allerdings wird der Wald dann viele Pflanzen des Hochgebirges überwuchern und ihnen ihre Lebensgrundlage nehmen.

Generell sagen Forstleute, dass der Wald überleben wird. Er wird sich nur aus anderen Baum- und Straucharten zusammensetzen. Bei zu rascher Klimaänderung sind den Waldbewohnern natürliche Grenzen gesetzt. Ob der neue Wald dann weiterhin die Schutzfunktion vor Naturgefahren erfüllen wird, ist abzuwarten.

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