Wasserkreislauf: Mehr Niederschläge

Die Meteorologen haben nachgewiesen, dass der Anstieg der Temperatur den Wasserkreislauf verändert hat. Heute befinden sich größere Mengen Wasserdunst in der Luft als zu früheren Zeiten. Es bilden sich mehr Wolken, die mehr Wasser beinhalten und auch mehr Niederschlag produzieren. Es fallen in den Alpen heute wesentlich mehr Niederschläge pro Jahr als noch vor 50 Jahren. Leider sind sie nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt.

Starkregen

Niederschlag

Intensität, Häufigkeit und Art der Niederschläge haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Steigende Temperaturen bewirken eine vermehrte Verdunstung und damit einen höheren Wassergehalt in der Atmosphäre.

Verteilung der Niederschläge

Fast überall in den Alpen fällt mehr Niederschlag, besonders viel im Winter. Zu den hohen Schneemengen im Hochgebirge kommt auch deutlich mehr Regen im Winter. Im Sommer dagegen ist es in vielen Regionen, besonders in den nördlichen Ostalpen, wesentlich trockener geworden.

Niederschläge im Sommer

In der heißen Jahreszeit fällt derzeit seltener Regen als noch vor einigen Jahrzehnten. Wenn es aber regnet, dann meist in Form eines heftigen kurzen Gewitters oder tagelangen Starkregens. Solche Regengüsse nehmen seit 50 Jahren messbar an Kraft und Häufigkeit zu.

Ausgetrocknete Böden

Ausgetrocknete Böden im Sommer

Seltener Regen im Frühling und Sommer sowie hohe Temperaturen lassen die Erdböden austrocknen. Dann plötzlich entlässt ein Wolkenbruch oder ein lang anhaltender Starkregen gewaltige Wassermengen auf die ausgedörrten Böden. Das ist zu viel für die harten Untergründe – das Wasser kann nicht versickern.

Es fließt oberflächlich den Hang hinab, mit all seinen Folgen wie Überschwemmungen, Hochwasser, Muren und Erdrutschen. Trotz großer Regenmengen bleibt der Boden weiterhin trocken, und die Pflanzen haben zu wenig Wasser. Damit steigt besonders stark die Dürre- und Waldbrandgefahr.

Wasserverdunstung verstärkt die Treibhauswirkung

Sowohl Wolken als auch erhöhter Wasserdampf in der Luft verhindern das Entweichen der Wärme von der Erdoberfläche in den Weltraum. Der erhöhte Wasserdampf verhindert gemeinsam mit den Treibhausgasen die Auskühlung der Erde.  

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