Muren: Strömende Urgewalt

Eine Mure entsteht an steilen Hängen im Gebirge. Durch starke oder lang anhaltende Regenfälle schwemmen große Wassermengen im steilen Gelände Schutt, Geröll und Erde mit ins Tal. Auch grobe Steine, metergroße Felsblöcke bis hin zu Ästen und ganzen Baumstämmen können mitgerissen werden.

Muren fließen mit rasanter Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h ins Tal. Sie strömen meist in bestehenden Bachbetten oder Hangfurchen talwärts. Die gewaltigen Massen können aber auch eine neue Rinne im Gelände graben.

Vermurung

Der reißende und zerstörerische Fluss einer Mure endet meist am Ende des Hanges, wo das Gefälle flacher wird. Dort lagert sich das Material ab. Wenn eine Mure allerdings auf Straßen, Schienen oder Gebäude trifft, kann sie enormen Schaden und Zerstörung anrichten. Um solche Ereignisse so gut als möglich zu vermeiden, erstellen die Menschen Gefahrenzonenpläne, in denen gefährdete Bereiche eingezeichnet sind.

Wie groß können Murgänge sein?
Die größten Murgänge, die in den Alpen ins Tal vorgedrungen sind, haben bis zu 500.000 Kubikmeter Material mitgerissen. Eine solche Menge müsste durch über 25.000 Lastwagen wegtransportiert werden. Mengen, die in etwa 1.000 Lastwagen Platz fänden, sind in den Alpen sehr häufig.

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